Kern beider Systeme ist ein so genannter bivalenter Warmwasserspeicher:
Eben ein Speicher für die kalten Tage.
Das Energieangebot der Sonne ist nicht beeinflussbar und stimmt selten mit den Zeiten des Wärmebedarfs überein. Zum Ausgleich der kurzfristigen Witterungsschwankungen muss die solar erzeugte Wärme gespeichert werden. Standard-Solarspeicher bestehen entweder aus emailliertem Stahl oder Edelstahl und besitzen eine Reihe von Konstruktionsmerkmalen, die sie von konventionellen Trinkwasserspeichern unterscheiden und ihre Eignung hinsichtlich der Nutzung der Sonnenenergie entscheidend beeinflusst:
1. Schlankheit des Warmwasserspeichers
Solarspeicher sind schlanke, hohe Standspeicher. Nur so kann sich im Speicher eine Temperaturschichtung bilden: oben heißes, in der Mitte warmes und unten kaltes Wasser. Diese Schichtung ist eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren einer Solaranlage.
2. Prallplatte am Kaltwassereingang
Sie verhindert, dass sich das bei einer Zapfung einfließende Kaltwasser durch Verwirbelung mit wärmerem Wasser in den höheren Schichten vermischt und dadurch die Schichtung teilweise zerstört wird.
3. Warmwasserentnahme
Damit keine unnötigen Wärmeverluste entstehen, erfolgt in einem Solarspeicher die Warmwasserentnahme innerhalb des Speichers von oben nach unten durch einen Bodenflansch oder außerhalb des Speichers in der Wärmedämmung nach unten.
4. Wärmetauscher, -anschlüsse
Die Lage des Nachheizwärmetauschers im oberen Speicherbereich garantiert eine rasche Erwärmung des Bereitschaftsvolumens (Tagesbedarf), ohne dem Solarkreis die Möglichkeit zu nehmen, auch geringe Sonnenenergiemengen wirksam in den kälteren Bereich des Speichers einlagern zu können. Der Solarkreiswärmetauscher sollte im Speicher möglichst weit nach unten reichen, damit der Speicherinhalt bis zum Speicherboden erwärmt werden kann.
5. Dämmung des Speichers
Zu einem leistungsfähigen Solarspeicher gehört auch eine gute Wärmedämmung. Sie sollte seitlich 10 und oben 15 cm dick sein und auch den Speicherboden mit einbeziehen, überall gut anliegen und aus FCKW- und PVC-freien Materialien bestehen.
6. Speichertemperaturfühler Solarkreis
Dieser Fühler sollte immer im unteren Drittel des Speichers auf der mittleren Höhe des Solarkreiswärmetauschers angebracht werden. Wenn keine Tauchhülse in der entsprechenden Höhe am Speicher zur Verfügung steht, kann auch ein Anlegefühler verwendet werden.
7. Speichertemperaturfühler Nachheizung
Dieser Fühler liefert die Information für die Regelung der Nachheizung und signalisiert entsprechend der an der Kesselregelung eingestellten Warmwassertemperatur Beginn und Ende der Nachheizung. Angebracht werden sollte er in Höhe des Nachheizwärmetauschers oder höher, jedoch niemals unterhalb.
Die Speichertemperatur sollte 60° C möglichst nicht überschreiten, da ab dieser Temperatur verstärkt der Kalk im Trinkwasser ausfällt. Um auf jeden Fall eine Verbrühungsgefahr durch zu heißes Speicherwasser auszuschließen, befindet sich am Warmwasserausgang des Speichers ein Brauchwassermischer, der ggf. Kaltwasser zumischt.
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Hier erhalten Sie detaillierte Informationen zu diesen beiden Systemen:
Solarwärmeanlagen für die Trinkwassererwärmung |